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Tourismusbranche in Österreich beklagt Lehrlings- und Fachkräftemangel

In Österreich mangelt es an Lehrlingen und Fachkräften im Tourismussektor. Der österreichische Tourismus verzeichnete für das Jahr 2011 abermals einen Beschäftigungsrekord: trotzdem hat man anscheinend ein Personalproblem. Dies berichtet das Nachrichtenportal pressetext. Immer öfter kommen Modelle wie geringfügige oder Teilzeit-Anstellungen zum Einsatz, Fachkräfte und Lehrlinge fehlen hingegen immer mehr in den touristischen Betrieben.

Dies teilte die Gewerkschaft vida im Rahmen einer Pressekonferenz mit. “Die Wirtschaft jubelt zwar, doch hinter den Kulissen ist nicht alles Gold, was glänzt. Wenn die Betriebe künftig vermehrt beim Personal sparen, darf die Qualität der Dienstleistungen dadurch nicht sinken”, so vida-Vorsitzender Rudolf Kaske gegenüber pressetext. 2011 waren im Jahresdurchschnitt 184.500 Menschen beschäftigt: dies bedeutet eine Steigerung von 3.600 Personen oder zwei Prozent. Das Gros des Plus sei aber wohl auf die geringfügigen Beschäftigten zurückzuführen, heißt es. Noch liegen keine aktuellen Zahlen vor: im Jahr zuvor stieg ihre Anzahl von 39.376 auf 42.896. “Besonders in Vier- und Fünfsternbetrieben werden Dienstleistungen ausgelagert, etwa bei Housekeeping, Service oder in der Küche”, sagte Kaske. Nach wie vor rund ein Drittel der Beschäftigten stammt aus dem Ausland. Der Gewerkschaftssprecher hält es für erwiesen, dass die negative Entwicklung bei den Fachkräften von der Branche selbst befeuert wurde. “Wer sich nicht rechtzeitig um sein Personal schaut, ist selbst schuld. Nirgendwo sonst ist der Lehrlingsschwund so stark wie im Tourismus.”

2011 ging mit nun 11.840 Jugendlichen im Tourismus der Anteil um 5,7 Prozent zurück. Maßnahmen wie die Lehrlingskarte mit Vergünstigungen oder der 100-Euro-Mobilitätsbonus hätten bisher kaum etwas ausgerichtet. Bei den Wiener Hoteliers hingegen tue sich etwas, berichtet vida-Tourismusexperte Rudolf Komaromy. “Einige haben die Zeichen der Zeit erkannt und sorgen für bessere Rahmenbedingungen. In betrieblichen Kollektivverträgen und Vereinbarungen legen sie Löhne fest, die im Schnitt bis zu 40 Prozent über den kollektivvertraglichen Mindestlöhnen liegen, womit sie durchaus die dringend benötigten Fachkräfte absichern.”

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